Warum es wichtig ist die volle Verantwortung zu übernehmen, auch beim Abnehmen!

Montag, 10.06.2019

abnehmen wohlfühlgewicht

In allen Lebenssituationen in denen es knifflig wird haben wir zwei Möglichkeiten:

Wir übernehmen die volle Verantwortung für unser Handeln und für unsere Entscheidungen oder wir schieben den anderen die Schuld in die Schuhe und begeben uns in die Opferrolle.

Ich möchte in meinen Beiträgen niemanden anklagen. Glaub mir, auch ich hadere mit den Themen, aber nimm es bitte als Anregung darüber nachzudenken. Auch wenn meine Worte erstmal unangenehm sind!

Nimm dir am besten wieder dein Notizbuch und schreib mit oder nutze meine kostenlosen Worksheets. Packen wir‘s an!

Worksheets

Wem gibst du die Schuld an deinem Gewicht?

Schuldfrage Übergewicht

Ist es dein Partner, deine Eltern, dein Arbeitgeber, deine Freunde? Oder sind es die Umstände, wie Schmerzen, die Zeit, das Geld, der Beruf, die Gene?

Wie gesagt, Schuld ist schnell mal abgeschoben. Das Problem daran. Es bringt uns nicht weiter, es hilft uns keine Bohne, es macht uns sogar machtlos! Denn ich kann nichts daran ändern! Hört sich deprimierend an oder? Aber vor allem ist es bequem.

Also komm raus aus der Schuldzuweisung. Überleg dir welchen Anteil trage ich daran und was kann ich an meinem Teil ändern?!

Ich will dir ein paar Beispiele geben, die ich entweder oft höre oder die ich vielleicht auch selbst ganz hinten in meinem Kopf abgespeichert habe 😉

  1. Bei uns in der Familie sind alle dick!
  2. Ich kann ja kein Sport machen wegen meinem Knie/ Rücken etc.
  3. Auf der Arbeit habe ich keine Zeit in Ruhe zu essen
  4. Mein Partner isst das aber nicht
  5. Ich habe keine Zeit zu kochen
  6. Andere können essen was sie wollen und sind schlank!

Du findest sicherlich noch mehr was dich am Abnehmen hindert! Und nun: Übernimm Verantwortung! Du bist nicht das Opfer deiner Umstände. Du hast die Entscheidung was du daraus machst!

Vielleicht sind in deiner Familie wirklich alle übergewichtig, vielleicht sind es die Gene, vielleicht aber auch einfach die Essgewohnheiten, die ihr gemeinsam erschaffen habt. Aber du kannst trotzdem selbst kontrollieren, was du dir Tag für Tag in deinen Mund steckst!

Und ja vielleicht nörgelt dein Mann gerne am Essen herum oder braucht mehr Kalorien. Und vielleicht hast du das Gefühl, dass du keine Zeit hast verschiedene Essen zu kochen.
ABER: Dein Partner ist nicht dein Kind! Dein Partner ist erwachsen und hat die Verantwortung selbst für sich zu sorgen. Genauso wie du Verantwortung für dich und deine Gesundheit übernehmen musst.

Und wenn du jetzt eine Abwehrhaltung entwickelt hast und dir denkst, die hat ja leicht reden, ist genau das das Zeichen, das irgendwo ein Fünkchen Wahrheit steckt. Du musst niemanden etwas beweisen, Ausreden erfinden oder dich entschuldigen. Checke einfach nur für dich selbst, was der Wahrheit entspricht und was du tatsächlich ändern kannst. In den Arbeitsblättern erhältst du ein Beispiel, wie du dabei vorgehen kannst.

Bring dich aus der Opferrolle!

Übergewicht abnehmen

Allein schon an deiner Sprache kannst du merken, ob du gerade in der Opferrolle steckst. Hier wieder ein Beispiel:

Du bist auf einem Geburtstag und bekommst ein Stück Kuchen angeboten…

„Ach ich würde ja gerne, aber ich darf ja gerade nicht.“

Tatsächlich ein sehr häufig gehörter Satz. Bist du nun ein Opfer, weil du abnehmen willst? Wer verbietet dir das? Du selbst oder? Und was willst du damit ausdrücken? Erwartest du nun Mitleid vom Gastgeber oder ein aufmunterndes:
 „Ach komm, heute ist mein Geburtstag, da kannst du doch ein Stück Kuchen essen!“.

Probier es in Zukunft doch einmal mit:

 „Nein danke, ich möchte nicht“

Du musst dich nicht erklären. Wenn du aber gerne eine Erklärung abgeben willst, könnte die so aussehen:

„Ich habe mir ein Ziel gesetzt und das ist mir momentan wichtiger als ein Stück Kuchen,
ich bin ja wegen dir hier und nicht wegen dem Kuchen.“

Hört sich vielleicht am Anfang seltsam an, aber es wird besser.

Natürlich hast du auch die Möglichkeit das Stück Kuchen zu essen! Aber dann bitte nicht mit diesem Satz:

„Ach ja eigentlich sollte ich ja nicht, aber heute mache ich eine Ausnahme“

Wie willst du dieses Stück Kuchen genießen, wenn du dir gerade selbst ein schlechtes Gewissen gemacht hast?! Die Kalorien sind gleich, ob mit oder ohne schlechtes Gewissen. Der Genuss ist ein anderer. Also bitte ganz überzeugt:

„Ja ich esse gerne ein Stück Kuchen!“

Verantwortung übernehmen bedeutet zu entscheiden, wann du dir etwas gönnen willst und in welcher Menge. Du bist Herr dieser Entscheidung, drück sie nicht ab, lass dir nichts aufzwängen und erfinde keine Ausreden, warum gerade etwas ok ist oder nicht. Sag ja oder nein. Sag ich will oder ich will nicht. Aber streiche dürfen, müssen und sollen! Punkt.
Abnehmen fängt im Kopf an. Denken wird irgendwann zu HANDELN.

Mach aus "Ich kann das nicht" ein "Ich versuche es"

Wohlfühlgewicht

Gib dir eine Chance. Mit dem Satz „Ich kann das nicht“ bringst du dich sofort wieder in die Opferrolle. Deshalb streiche ihn! Ich war jahrelang selbst großer Verfechter dieses Satzes und ein schlauer Mann hat mir immer wieder gesagt (vielleicht war es mein Papa ;-)):

Du kannst es schon, aber du willst nicht“

Und natürlich konnte ich damit jahrelang nichts anfangen, aber nun habe ich es verstanden. Wenn ich etwas will, dann versuche ich es und oft wird aus dem Versuchen ein „Ich kann“ oder ein „Ich werde“. Und wenn es kein „Ich kann“ geworden ist, liegt es in der Regel daran, dass ich nicht wirklich will.

Vielleicht will ich nicht, weil der Weg dorthin zu unbequem ist, zu lange dauert, mir Angst macht oder was auch immer.

Ich kann das nicht ist eine Ausrede es nicht zu versuchen!

In dem Moment, in dem ich sage „Ich will das nicht“ habe die volle Verantwortung dafür übernommen. Es ist völlig okay, etwas nicht zu wollen. Das kann aber auch der Schlüssel dafür sein, warum es mit dem Abnehmen nicht klappt. 

Du merkst also, die kleinen Unterschiede sind es, die dich weiter bringen.

Wo sagst du „ Ich kann nicht“ obwohl du meinst „Ich will nicht“?
Frag dich auch: „Habe ich schon alles für mich Mögliche versucht?“

Kenne deine Vor- und Nachteile beim Abnehmen

Eine letzte Übung. Um die volle Verantwortung zu übernehmen macht es Sinn sich mal einen Überblick zu verschaffen, was da eigentlich auf einen zukommt. Denn natürlich hat, wie alles im Leben, eine Gewichtsabnahme Vor- und Nachteile!

Erst, wenn dir die Vorteile so attraktiv erscheinen und so lohnenswert sind, wirst du die Nachteile in Kauf nehmen.

Dabei kannst du kurzfristige und langfristige Vor- und Nachteile nochmal unterscheiden.

Kurzfristige Vorteile für eine Gewichtsreduktion können sein:

  • Motivation steigt, wenn die ersten Kilos weg sind
  • Positives Feedback aus dem Umfeld
  • Mehr Wohlbefinden

Kurzfristige Nachteile einer Gewichtsreduktion können sein:

  • Mehr Zeitaufwand fürs Kochen
  • Früheres Aufstehen um Sport zu machen
  • Gefühl des Verzichts

Langfristige Vorteile können sein:

  • Besserung von Gesundheitswerten wie Blutzucker, Blutfettwerte, Blutdruck
  • Mehr Lebensqualität

Langfristige Nachteile können sein:

  • Überschüssige Haut
  • Angst der Gewichtszunahme

Das sind natürlich alles nur Beispiele und für dich kann das ganz anderes aussehen. Nutze gerne mein Worksheet dazu.
Wie immer darfst du mich gerne anschreiben, wenn du Fragen oder Anregungen hast oder einfach deine Erfolge mit mir teilen möchtest. Ich bin auch auf Instagram sehr aktiv. Hier gelangst du zu meinem Profil.

Alles Liebe,
Jenny

© Copyright 2019 Jennifer West