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Ernährungsprotokoll - Wichtiges Tool aus der Ernährungsberatung​

Zugegeben Ernährungsprotokoll klingt nicht gerade sexy und ehrlich gesagt noch nicht mal spannend…ABER: ICH LIEBE DIESES TOOL!!

Einerseits ist es sehr bekannt, anderseits wird selten das volle Potenzial ausgeschöpft.

Es geht nicht einfach darum sein Essen zu tracken und Kalorien zu berechnen (auch wenn man das natürlich könnte).

 

Ernährungsprotokoll

Was dein Ernährungsprotokoll über dich verrät

Ein Ernährungsprotokoll nimmt mich sofort mit in das Leben meiner Klienten und Klientinnen. So fällt es viel leichter passende Empfehlungen auszusprechen. Aber nicht nur für mich als Ernährungsfachkraft ist es ein tolles Tool sondern auch für DICH. Denn durch die Selbstbeobachtung wird dir sicherlich schon einiges zu deinem Essverhalten bewusst!
Bewusstwerden ist der erste Schritt zur Veränderung

 Ein Ernährungsprotokoll kann dir zum Beispiel Aufschluss geben über:

  • Mahlzeitenfrequenz
  • Menge
  • Nahrungsmittelauswahl
  • Beschwerden in Bezug auf Essen
  • Wahrnehmung Hunger-Sättigung
  • Heißhunger/ Essanfälle
  • Gefühle in Bezug auf Essen
  • Umgebung/ Bedingungen/ Essgeschwindigkeit
  • Genuss
  • Bewegungsverhalten

Die Ernährungsprotokolle, die ich herausgebe sind daher sehr ausführlich. Trotzdem wähle ich je nach Person einen Schwerpunkt aus. Denn das Ausfüllen macht einfach Arbeit! Aber keine Angst, kein Mensch muss wochenlang ein Ernährungsprotokoll führen. Bereits eine Woche bringt uns schon ein ganzes Stück weiter.

Du möchtest professionelle Hilfe beim Ausfüllen und Auswerten deines Ernährungsprotokolls? Dann schreib mir gerne eine Nachricht für ein kostenloses Erstgespräch. Du kannst hierfür das Kontaktformular nutzen.

So führst du ein Ernährungsprotokoll und wertest es aus

Oft schreiben meine Klienten und Klientinnen bereits auf, was sie essen. Allerdings fehlen mir dabei oft wichtige Angaben. Du möchtest selbst ein Protokoll führen? Dann empfehle ich dir selbst eine Tabelle mit den für dich wichtigen Angaben zu erstellen. Individueller geht es quasi nicht.

Aspekte eines Ernährungsprookolls

Das solltest du beachten:

Wähle vorher genau aus, welche Aspekte für dich wichtig sind, z.B.

  • Uhrzeit und Dauer der Mahlzeit
  • Warum und wie gegessen wurde
  • Was und ungefähr wie viel gegessen wurde
  • Hunger- und Sättigungsgefühl
  • Getränke und Beegung

Der zeitliche Rahmen sollte 7 Tage betragen.

Um möglichst genaue Portionsgrößen zu erhalten, überlege dir Maßeinheiten, die du immer wieder verwendest (1 Esslöffel, 1 kleines Glas, eine Kelle, eine Schüssel, der halbe Teller, etc.).

Keine App erfasst genau deine Schwerpunkte, außerdem hast du mit Zettel und Stift eine bessere Übersicht!

Solltest du ein Protokoll für eine Ernährungsberatung ausfüllen, achte auf eine gut leserliche Schrift und bespreche Portionsgrößen vorher mit deinem Ernährungsberater oder deiner Ernährungsberaterin.

Was bringt dir nun dieses Protokoll?

Auch wenn du das Protokoll nur für dich ausfüllst, kannst du bereits einige Punkte überprüfen:

  • Isst du häufig nebenbei?
  • Gibt es Tage an denen du zu lange Pausen zwischen den Mahlzeiten hast und dann zu Heißhunger neigst?
  • Ist dein Speiseplan abwechslungsreich?
  • Trinkst du genug?
  • Isst du häufig bis zum Völlegefühl?
  • Wie lange dauert durchschnittlich eine Mahlzeit (Schnellesser)?
  • Wie viele Süßigkeiten isst du?
  • Isst du reichlich Gemüse und Obst?

Dir fallen sicherlich noch mehr Punkte ins Auge. Also, ran ans Protokoll und fröhliches Schreiben!

Nachteile eines Ernährungsprotokolls

Jetzt habe ich dir so von diesem tollen Tool vergeschwärmt, aber, wie bei allem im Leben, gibt es eben auch Nachteile. Diese möchte ich natürlich nicht verschweigen. Das Aufzeichnen seines Essverhaltens birgt auch das Risiko sich zu sehr verrückt zu machen! Spätestens wenn du das Gefühl eines Kontrollverlustes erlebst, wenn du dein Essen nicht aufschreibst, solltest du dir professionelle Hilfe nehmen! Besonders für Menschen mit Essstörungen wie Magersucht, Bulimie und Binge Eating ist dieses Tool nicht geeignet.

Das Tool ist auch nicht dafür gedacht wochen- oder monatelang Protokoll zu führen sondern für ab und an um ein Statusquo zu erhalten und einige Dinge umstellen zu können.

Wenn du das Protokoll für dich selbst ausfüllst solltest du dich außerdem ehrlich fragen, ob du mit der Auswertung zurecht kommst und wirklich etwas bezweckst oder dich schlichtweg überforderst. Das ist kein Drama! Für mich ist das Lesen und Auswerten von Ernährungsprotokollen Alltag, aber ich weiß sehr gut, dass die Menge an Informationen nicht immer leicht zu bewerten ist.

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